Gebäude der Wiener Volksoper © Volksoper Wien, Logo VOF
Gebäude der Wiener Volksoper © Volksoper Wien, Logo VOF

Nach längerer Pause ist es endlich wieder soweit: Die Wiener Volksopernfreunde (VOF) laden zu einem Künstlerporträt ein.

KS Prof. Ulrike Steinsky, langjährige und sehr erfolgreiche Sängerin sowie Ehrenmitglied der Volksoper Wien wird unser Gast bei dem „Künstlerporträt“ am 5. Mai 2024 um 11:00 Uhr im Festsaal der Villa Wertheimstein (Döblinger Bezirksmuseum) sein.

KS Ulrike Steinsky ist an der Volksoper Wien einfach nicht wegzudenken. In unzähligen Rollen wie Die Wirtin in „Im weißen Rössl“, Die Gräfin in „Wiener Blut“, Sylva Varescu in „Die Csárdásfürstin“, Urstrumpftante in „Antonia und der Reißteufel“, Rosalinde in „Die Fledermaus“, Frida Hechy in „Lass uns die Welt vergessen“, Mutter Oberin in „The Sound of Music“, Hexe in „Hänsel und Gretel“ oder Madame Labille/ Nachbarin/ Marianne Verrière/ Marschallin in „Die Dubarry“ kann und konnte man die sympathische Sängerin bewundern.

Wir freuen uns alle auf ein informatives und unterhaltsames Zusammensein mit der großartigen Sängerin und einem liebenswerten Menschen.

 

Künstlerporträt mit KS Ulrike Steinsky

Klavier: Chie Ishimoto

Moderation: Dr. Oliver Thomandl

 

Sonntag, 5. Mai 2024 um 11:00 Uhr

Villa Wertheimstein, Döblinger Hauptstraße 96, 1190 Wien

(Linie 37, Pokornygasse).

 

Karten: € 18,- (Mitglieder), € 22,- (Nicht-Mitglieder),

Anmeldungen unter volksopernfreunde@outlook.com, Tel.: 0676-3407464

oder office@bm1190.at, Tel.:  01-3686546

 

 

 

Download Plakat

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Samstag, den 09. März 2024 trafen sich 28 Personen zum gemeinsamen Besuch im neuen Strauss Museum „House of Strauss“. Mitglieder und Freunde der Wiener Volksopernfreunde kamen ab 13:30 Uhr nach und nach in den Shop des Museums im Casino Zögernitz (Wien 19, Döblinger Hauptstraße 76). Die großartige Pünktlichkeit der Teilnehmer ermöglichte es, dass der Vizepräsident der VOF, Gerhard R. Menhard, die Gäste bereits um 13:55 Uhr herzlich willkommen heißen konnte. Nach der kurzen Begrüßung übergab er das Wort und die Gruppe an den Ururenkel von Johann Strauss-Vater, Herrn Senatspräsident i.R. Prof. Dr. Eduard Strauss.

Dr. Strauss führte in launiger und humorvoller Weise durch die Räumlichkeiten des Museums und wusste etliche „Irrtümer“ in den Strauss-Dynastie-Biografien zu berichtigen. Auch stand er stets für Fragen zu seiner Familie und zu sich selbst offen und aufschlussreich zur Verfügung.

Nach dem ca. 90-minütigen Rundgang durch das Museum konnten die Gäste auch den komplett neu renovierten Vorraum und den Konzertsaal besichtigen. In diesem historischen Konzertsaal haben bereits Josef Lanner, die komplette Strauss-Familie (Johann Vater und Johann Sohn, sowie Josef und Eduard), sowie Carl Michael Ziehrer gewirkt.

Zusammenfassend kann über einen sehr gelungenen Nachmittag der Wiener Volksopernfreunde im Museum „House of Strauss“ gesprochen werden.

Prof. Dr. Eduard Strauss inmitten der Volksopernfreunde

 

Museumsimpressionen

          

Bei der leider nur sehr spärlich besuchten März-Soirée der VOF im Gasthaus Lechner konnte Dr. Oliver Thomandl die junge Mezzosopranistin Sofia Vinnik begrüßen.

Die in München geborene Mezzosopranistin trat in der Spielzeit 2022/23 dem Ensemble der Volksoper bei. Sie war hier bereits u.a. als Cherubino, 2. Dame (Zauberflöte), Angelina (La Cenerentola für Kinder), Frumah Sarah (Anatevka), Königin Popotte (Die Reise zum Mond), Laura (Jolanthe und der Nussknacker), Orlovsky (Fledermaus), Natalya (Die letzte Verschwörung), Olga Zelenka (Lass uns die Welt vergessen) und als Olga (Die lustige Witwe) zu sehen.

In unbeschwerter Art und Weise erzählte sie, dass ihre Großmutter Opernsängerin war und bei ihr die Leidenschaft zum Singen entfachte: „Ich war mit zwölf Jahren einmal bei ihr in Russland zu Besuch. Meine Oma hat mich extrem für Oper und Gesang begeistert. Auch für alles rundherum: Denn sie hat mit mir nicht nur Gesangsübungen gemacht, sondern mich auch verkleidet.“

Musik ist bei ihr Familiensache. Beide Eltern sind Pianisten. „Man konnte in fast kein Zimmer fliehen, ohne davon umgeben zu sein. Überall habe ich Töne gehört“ sagt Vinnik. Acht Stunden Klaviermusik jeden Tag sei zwar schön, aber auch nicht immer ganz einfach gewesen.

Im Kinderchor der Bayrischen Staatsoper stand sie schon früh mit den großen Stars auf der Bühne. Ab 15 Jahren studierte sie parallel zur Schule an der Musikhochschule in München. Dann gab es erstmal einen kleinen Dämpfer: Nach dem Abitur wollte sie zunächst an das Mozarteum in Salzburg. Allerdings scheiterte es an der Musiktheorie.

Daraufhin bewarb sie sich erfolgreich bei einer Gesangshochschule in Moskau, die einen großen Schwerpunkt auf Schauspiel legt. „Das war eine spannende Erfahrung. Wir hatten fünf Stunden Schauspiel pro Tag. Oft war ich von neun Uhr Früh bis Mitternacht auf der Uni. Das war teilweise schon verrückt. Ich lernte Akrobatik, Tanz und hatte kaum noch Zeit fürs Singen.“ Für Vinnik war es persönlich bereichernd die russische Kultur ihrer Familie noch etwas besser kennenzulernen, da sie in Deutschland aufgewachsen war.

Anschließend versuchte sie einen zweiten Anlauf im Mozarteum – und es klappte. Vier intensive Studienjahre folgten. „Es war eine tolle Zeit“.

Während ihrer Studienzeit engagierte sich Sofia Vinnik bei einer Organisation namens „Live music now“. Die Organisation baut Barrieren in der Kunstvermittlung ab. „Das ist eine ganz tolle Organisation, um Konzerte für Menschen zugänglich zu machen, die sonst keine Möglichkeit dazu hätten“, erzählt Vinnik. In diesem Rahmen sang sie zum Beispiel für Menschen mit Behinderungen und in Altenheimen. „Natürlich ist jedes Publikum besonders. Aber hier ist man so nah dran. Man merkt sofort, ob es gefällt oder nicht. Da waren sehr berührende und bereichernde Momente für mich dabei.“

Sofia Vinnik studierte am Salzburger Mozarteum bei Christoph Strehl, sowie bei KS Edith Lienbacher und Florian Boesch an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Sie arbeitete im Rahmen von Meisterkursen mit Malcolm Martineau, Lisette Oropesa, sowie Silvana Bazzoni-Bartoli (Mutter von Cecilia Bartoli).

Nach ihrem Bachelor wurde Vinnik am Theater an der Wien engagiert. Sofia Vinnik hegt neben der Oper auch ein besonderes Interesse für das Lied. Im Jahr 2020 vertiefte sie ihre Arbeit als Liedsängerin im Rahmen eines Stipendiums der Liedakademie des Musikfestivals Heidelberger Frühling unter der künstlerischen Leitung von Thomas Hampson. Und eigentlich wäre eine Europa-Tournee mit „meinem großen Vorbild Cecilia Bartoli“ geplant gewesen. Diese fiel aber Corona-bedingt aus.

Ihre Antwort auf die Frage nach ihrem Lieblingskomponisten: „Mein Herz schlägt auch sehr für die russische Musik. Im speziellen für Tschaikowski“.

In einem sehr angenehmen und unterhaltsamen Dialog zwischen unserem Gast und den anwesenden Freunden der Wiener Volksoper verging die Zeit wie im Fluge. Schweren Herzens musste sich Sofia Vinnik kurz vor 19:00 Uhr verabschieden, da sie noch einen anderen Termin hatte. Sie versprach aber, bald wieder zu einer Soirée zu kommen.

 

Vieles bei der Neuinszenierung an der Volksoper Wien ist mir nicht begreiflich. Unklar ist es, warum sich die Festgäste beim Empfang in der pontevedrinischen Gesandtschaft aus Touristen zusammensetzen, welche die Gesandtschaft besichtigen möchten. Völlig unklar ist mir, warum Hanna und Danilo als ältere Personen (Pensionisten) dargestellt werden. Unklar bei dieser Inszenierung ist, warum sich alle Gäste beim Fest der Hanna Glawari (2. Akt) die Schuhe ausziehen müssen, ausgenommen Hanna Glawari und Danilo. Unklar ist, warum bei dem wunderbaren Marsch-Septett „Ja das Studium der Weiber ist schwer“ nach der Reihe ein Billardzimmer, ein Schlafzimmer und ein Badezimmer durchwandert wird. Unklar ist, wieso der Pavillon im Garten zu einer Kiste in einem Zimmer degradiert wird (kann es sein, um den Dialog „Sie war mit ihm in der Kiste“ zu rechtfertigen?). Unklar ist es, für was oder gegen was die Damen im zweiten und dritten Akt demonstrieren. Auch sehr merkwürdig ist es, dass sich der Distelschnaps, der mit einer getrockneten Kröte versetzt ist, durch die ganze Operette dahinzieht. Ebenso verwunderlich, dass „Raoul de St. Brioche“ von seiner ersten bis zu seiner letzten Szene eine Zigarette im Mund hat.

Alles in allem, habe ich schon schwungvollere und stimmigere Inszenierungen gesehen.

Sehr gut ist die bereits 1905 entstandene Musik von Franz Lehár. Übrig geblieben von der Inszenierung der Uraufführung ist nur mehr der Frack des Grafen Danilo. Schade eigentlich.

„Die lustige Witwe“ brachte es bis zum Ableben Franz Lehárs im Jahr 1948 auf mehr als 300.000 Aufführungen weltweit und wurde mehrfach verfilmt. Mariame Clément führt bei dieser Neuinszenierung in der Volksoper Regie und gibt damit ihr Wiener Operettendebüt. „Ich kannte das Stück gar nicht und gehe ganz ohne Referenzen an diese Arbeit heran“

(Auszug aus „Die Bühne“ Februar 2024)

Gerhard R. Menhard

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seit September 2022 ist Jaye Simmons Mitglied des neu ins Leben gerufenen Opernstudios. Seitdem stand sie in Rollen wie Diana (Orpheus in der Unterwelt), Papagena (Die Zauberflöte) und Flamma (Die Reise zum Mond) auf der Bühne der Volksoper und hat sich schnell in die Herzen des Publikums gespielt und gesungen.

Als Maria in der West Side Story ist ihr ein weiterer großer Schritt auf dem Weg in eine aufregende Karriere gelungen. Jaye Simmons wird uns ab nächster Saison als Ensemblemitglied an der Volksoper erhalten bleiben und sicher noch in vielen Stücken mit ihrer Stimme und ihrem Charme für unvergessliche Momente sorgen.

Direktorin Lotte de Beer freut sich über den Zuwachs im festen Ensemble: „Ich werde nie vergessen, wie uns Jaye das erste Mal in ihrer Audition begegnet ist. Ihre Fähigkeit ihre Seele zu öffnen erobert in Sekundenschnelle die Herzen des Publikums und meins hat sie auch sofort für sich gewonnen. In der Zeit im Opernstudio ist sie noch einmal gewachsen und so ist es ein mehr als natürlicher Schritt, dass sie Teil des Ensembles der Volksoper bleibt. Ihr darstellerischer Mut und ihre Intelligenz als Künstlerin ist eine enorme Bereicherung für uns.”

(Weborello – Das digitale Magazin)

 

©sofijapalurovic_photo

 

 

 

 

 

 

Berichte

Mit freundlicher Unterstützung von: