Erst vor wenigen Wochen wurde KS Peter Minich – der „Titan“ der Operette mit dem neu geschaffenen österreichischen Musiktheaterpreis „Goldener Schikaneder“ ausgezeichnet. Es war ihm jedoch leider nicht mehr gegönnt, den Preis für sein Lebenswerk selbst entgegenzunehmen. Am 29.Juli starb der Doyen der Volksoper und das Ehrenmitglied der „Wiener Volksopernfreunde“ im Alter von 86 Jahren an den Folgen einer Lungentzündung.
Für die Operette und ihre Heimstätte, der Volksoper, war Minich wohl mehr als eine Institution…er vereinte all das in sich was den Erfolg dieser Musiktheatergattung ausmacht: Eleganz, Charme, Esprit, Schwung und diese einzigartige, warm timbrierte Tenorstimme. Er war DER Publikumsliebling über Jahrzehnte, ein nicht wegzudenkender Teil meiner Kindheit und Jugend…
Für das Genre Operette waren seine Darbietungen eines Eisenstein oder Baron Zeta stilbildend. Unvergessliche Volksopernabende bescherte er vielen auch mit seinem „Danilo“ in der „Lustigen Witwe“ oder mit dem Adam im „Vogelhändler“. Prägend und beispielhaft waren auch seine Auftritte im Muscialfach, etwa als „Petruccio“, in „Kiss me Kate“ oder als schon beinahe legendär gewordener Professor Higgins in „My Fair Lady“.
Geboren wurde Peter Minich am 29.J#nner 1927 als Sohn eines Gastwirts in St.Pölten. Zunächst wollte er einen technischen Beruf wie etwa Auto-Konstrukteur ergreifen und besuchte die HTL Mödling. Aber schon bald entbrannte seine Liebe zum Theater und er wechselte ans Reinhardt-Seminar. 1948 erhielt er sein erstes Engagement im Wiener Kellterheater „Experiment“. Im gleichen Jahr wurde er Eleve am Wiener Burgtheater und begann parallel dazu sein Gesangsstudium. Von 1951 bis 1953 spielte er am Stadtheater St.Pölten. Durch Marcel Prawy kam er über St.Gallen und Graz an die Wiener Volksoper. Im Haus am Währinger Gürtel kam er – nach einem Sprechrollendebüt 1950 in „Gasparone“ und seinem Sängerdebüt 1956 – als er für Fred Liewehr als Petruccio in „Kiss me Kate“ einsprang – im September 1960 ins feste Engagement.
Insgesamt stand Peter Minich unglaubliche 2.700 Mal auf der Bühne der Volksoper, wo er in 47 Rollen (Oper, Operette und Musical) in 39 Premieren gesungen hat – eine beispiellose Karriere!
Waren es zunächst die klassischen Bonvivant-Rollen der Operette, mit denen er sich in die Herzen seines treuen Publikums gesungen hat, wechselte er später ins Charakterfach und setzte auch darin bald unverrückbare Maßstäbe, zuletzt als greiser Kaiser Altoum in Puccinis „Turandot“…berührende Momente, die man nie vergessen wird…
Nie vergessen werde ich auch meine letzte Begegnung mit dem Volksopern-Doyen: es war in der Basilika St.Michael in Mondsee, wo er gerade eine Kerze anzündete….
O.T.
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